Plitsch platsch Badespaß? Das geht auch in Zeiten, in denen die Schwimmbäder geschlossen sind! Damit Kinder Spaß im Wasser haben und eventuelle Ängste abbauen, ist es wichtig, sie schon früh mit dem Element Wasser vertraut zu machen – man spricht hier von Wassergewöhnung oder Wasserbewältigung. Natürlich ist ein Schwimmbad der perfekte Ort dafür, aber nicht der einzige! Denn auch im eigenen Badezimmer kann man den Kleinen spielerisch das Element Wasser näher bringen. Die vertraute Umgebung kann bei ängstlichen Kindern sogar hilfreich sein. Wir haben 6 Spielideen für zu Hause, mit denen eure Kleinen Spaß im Wasser entwickeln können.

Spielidee #1: Blumen gießen

Jede Blume braucht ausreichend Wasser, um zu wachsen. Heute ist euer Kind die Blume und wird mit reichlich Wasser übergossen. Dafür könnt ihr eine Gießkanne, einen Becher oder natürlich auch den Duschkopf nehmen. Durch dieses Spiel lernen Kinder zuzulassen, dass ihnen Wasser über das Gesicht läuft und in die Augen spritzt. So können sie lernen, mit offenen Augen zu tauchen und sich unter Wasser zu orientieren.

Wassergewöhnung zu Hause: Unsere erste Spielidee nennen wir "Blumen gießen"

Spielidee #2: Whirlpool

Beim Spiel „Whirlpool“ geht es darum, so viel zu blubbern wie möglich. Zunächst blubbert euer Kind mit einem langen Strohhalm, welchen ihr immer weiter kürzt bis es am Ende ins Wasser ausatmet und ganz ohne Strohhalm blubbert. Auf diese Weise tastet sich das Kind immer näher an das Wasser heran. Achtet darauf, dass euer Kind beim Blubbern nur in den Strohhalm und ins Wasser ausatmet. Durch dieses Spiel bringt ihr eurem Kind das richtige Atmen im Wasser näher – eine wichtige Grundlage, damit es sich später nicht verschluckt und ausdauernd schwimmen und tauchen lernt.

So lernen Kinder keine Angst vor dem Wasser zu haben.

Spielidee #3: Auftrieb

Was schwimmt und was nicht? Testet verschiedenen Gegenstände, wie zum Beispiel Wasserbälle und Spielzeuge. Lasst euer Kind auch mal kleine Bälle unter Wasser drücken und sehen, ob sie wieder an die Oberfläche kommen. Und dann ist die große Frage: Schwimme ich? Dazu kann sich euer Kind auf den Rücken in die Badewanne legen, sich entspannen und beobachten, wie Arme und Beine langsam nach oben steigen. Mit diesem Spiel lernen die Kinder die Eigenschaften des Wassers, wie Wasserwiderstand und Auftrieb kennen, die sie sich später beim Schwimmen lernen zu Nutzen machen können.

Kinder müssen lernen, dass sie und manch andere Gegenstände im Wasser auftreiben.

Spielidee #4: Tauch-Brücke

Legt eine oder mehrere Schwimmnudeln oder ähnliches quer über die Badewanne. Jetzt heißt es, unter der Brücke hindurchtauchen. Je breiter die Brücke ist, desto länger muss euer Kind unter Wasser bleiben. Da die Schwimmnudeln weich und leicht sind, ist es aber auch kein Problem, schon frühzeitig aufzutauchen. Eurer Kind lernt, den Kopf unter Wasser zu tauchen und wie es sich anfühlt, kurze Zeit unter Wasser zu sein.

Spielidee #5: Unterwasserforscher

Begebt euch auf Unterwasserexpedition. Dazu könnt ihr Spielzeuge oder Tauchringe auf dem Boden der Badewanne versenken. Vielleicht kann der Unterwasserforscher ja auch einen Schatz entdecken und an die Wasseroberfläche bringen? Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Als Hilfsmittel kann das Kind auch die Sauggriffe Ticrawl benutzen und damit die Badewanne entlang tauchen. Sie geben Sicherheit, können helfen, den Tauchgang zu verlängern und machen einfach Spaß! Bei diesem Spiel übt euer Kind die Augen unter Wasser zu öffnen und sich zu orientieren – eine Grundfertigkeit für sicheres Schwimmen.

Spielidee #6: Duschparty

Wer keine Badewanne hat, feiert einfach eine Duschparty. Denn auch dabei gewöhnt sich euer Kind hervorragend an spritzendes Wasser. Nehmt euch zusätzlich Gießkanne, Becher und eine große Schüssel mit in die Dusche. Damit könnt ihr die Spiele „Blumen gießen“ und „Whirlpool“ auch in der Dusche umsetzen.  

Wassergewöhnung zu Hause in der Badewanne

Schwimmbrille bei der Wassergewöhnung?

Bei der Wassergewöhnung solltet ihr möglichst auf eine Schwimmbrille verzichten. Wenn euer Kind aber noch Angst vor Wasser in den Augen hat oder die Augen unter Wasser nicht öffnen mag, kann eine Schwimmbrille im ersten Schritt helfen. Mit dieser kann euer Kind an Sicherheit gewinnen und sich anfangen im Wasser wohlzufühlen. Je vertrauter das Kind jedoch mit dem Wasser ist, desto eher solltet ihr auf eine Schwimmbrille verzichten. Dies ist wichtig, denn ein grundlegender Aspekt der Wassergewöhnung ist das Zulassen von Wasser im Gesicht und in den Augen. Das Öffnen der Augen unter Wasser ist für das Schwimmen lernen elementar.  

Die Wassergewöhnung zu Hause ersetzt natürlich nicht einen regelmäßigen Schwimmbadbesuch. Aber geschlossenes Schwimmbad heißt nicht, dass ihr auf Badespaß verzichten müsst!

Was für Sport ihr mit euren Kindern zu Hause noch so machen könnt, erfahrt ihr in unserer "Sport zu Hause mit Kindern" Rubrik. Schaut doch mal vorbei und lasst euch inspirieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Planschen!    

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