Von außen betrachtet gleicht Wasserball etwa einem Handballspiel im Wasser. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander und versuchen mit gekonnten Spielzügen den Gegner auszuspielen, um freien Wurf aufs Tor zu haben. Doch das „wahre Geheimnis“ zeigt sich unterhalb der Wasseroberfläche.

Ähnlich wie bei den meisten Mannschaftssportarten geht es anfänglich um die Balleroberung. Ist das geglückt beginnt der Vormarsch in Richtung gegnerisches Tor. Technisch gesehen wird der Ball mit einer Welle vor dem Körper her gestoßen, ohne ihn unbedingt zu berühren. Doch spannend wird es an dem Punkt, an dem der Ball zum Mitspieler gespielt wird. Schaut man sich das von außen an, denkt man „klar, das ist einfach“. Doch beim genauen Hinsehen fällt auf, dass der Wasserballer den Kopf über Wasser hält und gleichzeitig einen Arm in die Höhe streckt, um den Ball mit Schwung zum Mitspieler zu werfen. Die Schwierigkeit dabei ist, dass die Füße den Boden nicht berühren. Habt ihr das schon mal ausprobiert? Ist nämlich deutlich schwerer, als es sich anhört! Ungeübt stellt man fest, dass man bei den ersten Versuchen sofort untergeht.

So viel zum herausfordernden Teil. Kommen wir erst einmal zur Theorie.

Mannschaftssport Wasserball - Was steckt dahinter?

WASSERBALLREGELN

Wasserball ist die erste Mannschaftssportart, die es bei den Olympischen Spielen gab. Sie ist prinzipiell eine Mischung aus den Sportarten Rugby und Handball. Gespielt wird in einem Schwimmbecken mit einer Mindestwassertiefe von 1,80 Meter – man kann also tatsächlich nicht stehen. Anders als beim Handball darf der Ball in jeder Situation von den Spielern nur mit einer Hand berührt werden, also auch beim Fangen - Fangen mit zwei Händen wird als Fehler geahndet und führt zum Ballverlust. Pro Mannschaft spielen 13 Spieler, die eine Wasserballkappe mit den Nummern von 1 - 13 tragen. Die Nummer 1 ist immer rot und für den Torwart vorgesehen. Die Nummer 13 kann entweder rot, weiß oder blau sein (je nachdem ob man einen zweiten Torwart oder einen zwölften Feldspieler im Team hat). Die weiße Kappenfarbe demonstriert in der Regel das Heimteam und die blaue Kappe das Auswärtsteam. Im Wasser befinden sich pro Team immer gleichzeitig sieben Spieler (sechs im Feld, einer im Tor). Das Spielfeld hat eine Länge von mindestens 25 Metern und eine Breite von 12,5 Metern. Dabei ist es in verschiedene Zonen eingeteilt. Die rote Linie markiert den 2-Meter-Raum. In diesem darf ein Spieler nicht angespielt werden. Vergleichbar ist das mit dem Abseits beim Fußball. Die gelbe Linie hingegen markiert den 5-Meter-Raum. Nach einem Foul innerhalb dieser Zone darf kein direkter Torwurf erfolgen. Zudem findet von hier aus ein 5-Meter Strafwurf nach einem schweren Foul statt – quasi wie ein Elfmeter beim Fußball. An der Mittellinie beginnt der Start des Spiels, hier wird der Ball vom Schiedsrichterplatziert und von den Teams von ihren jeweiligen Spielhälften aus angeschwommen.

Wie wird Wasserball gespielt?  

„Pro Angriff hat ein Team 30 Sekunden Zeit, um zum Torabschluss zu kommen. Laufen die 30 Sekunden ab, bekommt der Gegner den Ball. Ein Spiel dauert vier Mal 8 Minuten netto. Die Zeit wird jedoch bei jeder Unterbrechung angehalten, weshalb jedes Spiel circa eine Stunde umfasst. Die Spieler tragen zusätzlich zu der Kappe noch spezielle Badehosen bzw. Badeanzüge, die doppelt vernäht werden. Die Spieler sind verpflichtet, immer zwei dieser Hosen/Anzüge während des Spiels zu tragen. Der Grund hierfür ist, dass bei Konter oder Angriffen versucht wird den Gegner festzuhalten, wie es auch beim Handball und Fußball der Fall ist – klassisches Trikotzupfen. Doch der Wasserballer trägt kein Trikot. Daher wird hier häufig auf die Badehose zurückgegriffen, die in häufigen Fällen reißen kann. Zum Schutz des Spielers ist es daher ganz gut, eine zweite Hose zu tragen. Der Spielball ist etwas größer als ein Fußball (Size 5) und hat eine raue Oberfläche, sodass er von den Spieler/innen im nassen Zustand gut festgehalten werden kann. Die Ballgröße variiert je nach Geschlecht und Altersklasse. Die D-Jugend beispielsweise spielt lediglich mit Bällen der Größe 4.“

Wasserball-Experte Lennart
Mannschaftssport Wasserball - Was steckt dahinter?

Was braucht man zum Wasserball Spielen?

Letztendlich ist die Ausrüstung sehr überschaubar. Neben der spezifischen Bekleidung benötigt man eine Wasserballkappe, die von vielen Vereinen gestellt wird. Zusätzlich ist es ratsam einen dicken Baumwoll-Bademantel mitzubringen, um in der Auswechselzone nicht auszukühlen. Zudem tragen einige Spieler/innen einen Tiefschutz unter der zweiten Badehose. In unserem Onlineshop findet ihr alle Produkte rund um den Wassersport von unserer Eigenmarke NABAIJI. Dieses Jahr wurde zudem eine neue Marke gegründet, WATKO, die spezialisiert auf die Produktentwicklung von Wasserball-Produkten ist und somit NABAIJI ablöst. Das Produktangebot der neuen Marke umfasst sowohl Spiel- und Trainingsbälle, als auch Bekleidung, Kappen und Bademäntel. Unabhängig von der Marke sind all unsere Wasserbälle von der FINA (Fédération International Natation), dem offiziellen Schwimm- & Wasserballverband, für offizielle Spiele zugelassen.

Lust auf Wasserball spielen bekommen? Teilt gerne eure Erfahrungen mit uns! Wir sind gespannt. :)

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