getestet von Linda T.


Meine Testmission

Während unseres Kuba-Aufenthaltes haben Dominik und ich ausgiebig die Easybreath Schnorchelmaske getestet.Mein Interesse an der Maske wurde über eine Anzeige auf der Facebookseite von Decathlon geweckt. In mehreren Urlauben habe ich bereits verschiedene andere Schnorchelmasken ausprobiert, wobei mir unterschiedliche Dinge positiv und natürlich auch negativ aufgefallen sind:

  • Nach ausgiebigen Schnorchelausflügen wird der Sitz eines „normalen" Mund-Schnorchels irgendwann unangenehm, die Lippen bekommen unangenehme Druck-, und Schürfstellen.
  • Teilweise beschlagen die Gläser der Brillen unangenehm.
  • Die Brille selbst lässt nur eine geringe Sicht zu, man muss den Kopf stark bewegen um eine bessere Rundumsicht zu bekommen.
  • Bei größeren Brillen wird der Wasserwiderstand teilweise sehr stark, wenn man komplett unter Wasser schwimmt.
  • Probleme mit dem Atmen durch einen normalen Schnorchel habe ich persönlich nicht, obwohl ich die Gewöhnungsphase durchaus verstehen kann.
Test Schnorchelmaske Easybreath:
Schnorchelmaske Easybreath

Als ich ein erstes Bild der Easybreath betrachtet habe, hat mich das Modell direkt neugierig gemacht. Erwartet habe ich eine perfekte, weitreichende Sicht. Durch das ausgeklügelte Atemsystem erhoffte ich mir ein beschlagsfreies Sichtfeld. Schön ist die Umsetzung ohne einen Aufsatz im Mund, sodass keine Druckstellen zu erwarten waren. Skeptisch machte mich allerdings das große Sichtfeld auch: Während eines Schnorchelgangs tauche ich sehr gerne und häufig ab, um mir verschiedene Dinge aus der Nähe anzuschauen.Würde das mit der Easybreath funktionieren? Alles in allem ein sehr interessantes Angebot, weshalb ich mich direkt bewarb und erfreulicherweise auch genommen wurde. :-)

Mein erster Eindruck

Als die Maske ankam, überprüfte ich direkt das Design, den Sitz, die Passform und die Größe. Ich war positiv überrascht! Die Maske sieht zwar wirklich merkwürdig aus – anders kann man es nicht sagen. Trotzdem lässt sie sich sehr einfach an- und ausziehen. Die Easybreath sitzt sehr bequem vor dem Gesicht, verrutscht nicht, schien sehr stabil und war trotz der Größe recht leicht. Bei den ersten „Trockentests" überraschte die tatsächliche Größe des Sichtfelds, welches durch keine Bauteile der Maske behindert wurde – toll! Auf ging es nach Kuba! Wir hatten einige Sorgen, ob wir die Maske innerhalb des Handgepäcks durch die Sicherheitskontrollen am Flughafen bekommen würden, was sich aber nicht als Problem herausstellte. ;-)

Unser Ziel

Unser Ziel: Der Osten von Kuba. Wir fanden mehrere Korallenriffs die ca. 300-500 Meter vor der Küste lagen, toll zum Schnorcheln, mit einer faszinierenden Unterwasserpflanzen- und Tierwelt. Unterwegs waren wir hier mit der Easybreath und mit einem einfacheren Schnorchelprodukt von Decathlon aus dem letzten Jahr – so konnten also immer direkt Vergleiche gezogen werden.

Im Wasser mit der Easybreath

Tolle Sicht auf alle Meeresbewohner
Tolle Sicht durch die große Scheibe

Eine Eingewöhnungsphase ist bei der Easybreath nicht vorhanden. Aufsetzen und Losschwimmen! Unangenehm war für mich die schwere Atmung. Dadurch, dass man nichts im Mund hat und eigentlich normal atmen kann, hat man innerhalb der Maske ein leichtes Asthma-Gefühl. Schön wäre es, wenn dies etwas leichter von Statten ginge.

Wow! Was für eine Sicht beim Schnorcheln – genau das, was ich mir von den Produktbildern erhofft hatte. Durch die sehr große Sichtscheibe konnte man in aller Ruhe alle möglichen Fische, Korallen, Seeigel und Muränen betrachten, wirklich schön. Durch das Atemsystem ist man außerdem sehr leise im Wasser (ohne das tiefe Atmen und Prusten der normalen Schnorchelmaske), dadurch waren alle Fische total zutraulich. Erst nach sehr langen Schnorchelgängen fing die Easybreath langsam an zu beschlagen, da konnte die normale Schnorchelmaske nicht mithalten.

Tauchen ist kaum möglich. Ab einer Tauchtiefe von ca. 2 Meter entwickelt die Maske einen starken Druck auf das Gesicht, außerdem erzeugt die viele Luft unter der Maske einen wahnsinnigen Auftrieb, weshalb es sehr anstrengend wird, den Körper unter Wasser zu halten und man anschließend fast wie ein Korken nach oben schnellt.

Pflege, Wartung und Langlebigkeit

Ein Nachteil der Maske ist, dass sie sehr lange zum Trocknen braucht. Trotz Temperaturen um die 30 Grad  sind die Haltebänder, die die Maske an ihrem Platz halten, über Nacht nie getrocknet. Sobald man einmal vergessen hatte die Bänder mit Leitungswasser auszuwaschen, haben diese auch sehr stark gemüffelt. Schade war es auch, dass die Maske bei dem dritten Tauchgang bereits angefangen hat sehr laut beim Atmen zu pfeifen (eine Kunststoffklappe hatte sich wohl verbogen oder gelöst). Durch die lauten Geräusche wurden sofort alle Unterwassertiere vertrieben – wir haben anschließend das Ventil entfernt, dann war wieder Ruhe, die Atmung ging sehr viel leichter aber natürlich konnte nun nicht mehr getaucht werden.
Vielleicht hatten wir hier einfach Pech. Trotzdem sollte auf jeden Fall geprüft werden, ob dies ein Schwachpunkt der Serie ist. Wenn dies der Fall wäre, ist das Preis-Leistungsverhältnis leider nicht gerechtfertigt.

Test Schnorchelmaske Easybreath:
Spaß beim Schnorcheln mit der Easybreath

Mein Gesamteindruck

Alles in allem hatte ich Spaß mit der Easybreath. Durch die tolle Sicht konnte ich faszinierende Tiere unter Wasser beobachten, die Maske ist sehr bequem, die Eingewöhnungszeit an die Schnorchelatmung entfällt. Missfallen hat mir die sehr schwere Atmung, die ein wenig an einen Asthmaanfall erinnert und die Schwerfälligkeit bei Tauchgängen.
Aufgrund der Tests empfehle ich das Produkt für Freizeitschnorchler, die an Orten schnorcheln möchten, an denen die Riffs sehr nah unter der Wasseroberfläche liegen und die kein Interesse daran haben, viel zwischendurch mit der Maske abzutauchen (vor allem nicht in Tiefen unter 2 Meter).

Tausend Dank noch einmal, dass ich als Decathlon-Testerin für die Easybreath ausgewählt wurde! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht! :)

Für ein unvergessliches Unterwasser-Erlebnis gibt's hier die Schnorchelmaske Easybreath von Tribord.

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DISKUSSION

  1. Hallo. Ich interessiere mich total für die Maske. Wurde denn auf das Problem mit dem Ventil eingegangen? Hat man darauf reagiert?
    LG

  2. was war den defekt an dem Ventil, ich möchte auch nicht, dass alle Fische vor lauter Krach davon schwimmen. Die Testerin hatte schon beim Dritten Schnorchelgang probleme damit! Gibt es solche Ersatzteil,e?

  3. Wir sind momentan auf dem Malediven und haben die easybreath dabei. Allerdings macht eine davon so laute Geräusche beim Atmen, dass sie nicht zu gebrauchen ist und man alle Fische damit verscheucht. Das ist wirklich sehr ärgerlich. Gibt es eine Möglichkeit dies zu beheben?

    • Hallo Marc, du kannst die Easybreath nach deinem Urlaub in einer Filiale reklamieren oder wende dich an unseren Kundenservice (Tel.: 07153 575 99 00) dann bekommst du einen kostenlosen Retoure-Aufkleber. Du bekommst dann eine neue und unsere Produktmanager werden den Geräuschen auf den Grund gehen 😉
      Sportliche Grüße und noch einen tollen Urlaub! Dein Decathlon Team

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