Wir berichten aus dem Alltag von Logistikmitarbeiter Dominik (26), dualer Student bei DECATHLON.

Es ist ein sonniger Vormittag in Dortmund, als Dominik in sein Auto steigt und sich auf den Weg zu seiner Arbeitsstelle macht. Eigentlich ein ganz normaler Tag, wenn es auf den Straßen nicht so menschenleer wäre. In dieser Zeit ist nicht mehr viel als “normal” einzuordnen. Corona hat das Leben der Menschen fest im Griff. Auch in Dominiks Alltag hat sich einiges verändert. Das spürt er auch in seinem Arbeitsalltag. Seit 2015 arbeitet der 26-Jährige in der DECATHLON Logistik in Dortmund und leitet dort inzwischen sein eigenes Team.

Viele Prozesse mussten die LogistikmitarbeiterInnen aufgrund der Situation neu organisieren und strukturieren. Wo Teammates sich noch vor kurzem zum Schichtwechsel trafen, um sich über das BVB-Spiel vom vergangenen Wochenende auszutauschen, herrscht heute eine beklemmende Stille. Denn zwischen den Schichten gibt es nun eine Zeitlücke, damit die KollegInnen möglichst wenig aufeinander treffen. Wo sich zur Begrüßung umarmt wurde, muss nun ein einfaches “Hallo” aus der Ferne oder ein stummes Winken reichen. Auch während der Pausenzeit ist es deutlich ruhiger geworden. Anstelle von einer Pause, in denen die MitarbeiterInnen gemeinsam entspannen und sich unterhalten konnten, gibt es heute drei verschiedene Zeiten, um den Kontakt so gut es geht zu reduzieren. Sogar Dominiks Trinkflasche muss inzwischen strengen Anforderungen entsprechen. Denn Flaschen, die mit Wasser nachgefüllt werden, müssen am Flaschenhals mindestens 30 mm breit sein, damit die Flasche nicht mit dem Wasserhahn in Berührung kommt. Aber auch hier reagierte die Logistik schnell und verteilte passende Trinkflaschen.

Verschärfte Hygieneregeln zum Schutz der Logistikmitarbeiter

Für die MitarbeiterInnen ist das alles natürlich eine ziemliche Umstellung. Aber eine, die in diesen Zeiten unbedingt sein muss, sagt der Schwetzinger Logistikleiter Mustafa. „Wir tun alles dafür, dass unsere Mitarbeiter geschützt arbeiten können und sich das Virus nicht weiter verbreiten kann.” Dafür wurden auch die Hygieneregeln verschärft: „Jeder Mitarbeiter ist dazu angehalten, Handschuhe zu benutzen und sich mehrfach am Tag die Hände zu waschen und zu desinfizieren”, sagt Mustafa. „Wir haben außerdem an den Eingängen Desinfektionsspender aufgestellt und mehrmals täglich werden Türklinken, Scanner und Gegenstände, die man im Alltag häufig anfasst, von einem Reinigungsteam gesäubert.”

Damit bei all den neuen Vorschriften die Stimmung in den Teams nicht kippt, ist es gerade jetzt wichtig, im ständigen Austausch mit den MitarbeiterInnen zu stehen. „Nur so bekommen wir neue Anregungen, was wir weiter optimieren und verbessern sollten”, so Mustafa. Und nur so bleibt auch das Teamgefühl weiterhin bestehen.

Von der Filialbelieferung hin zum Onlinehandel

Dominik versucht positiv zu bleiben und sein Lächeln nicht zu verlieren. Er und sein Team bereiten normalerweise die Produkte für die Filialen vor, damit die Regale täglich gut befüllt sind. Da momentan alle DECATHLON Filialen in Deutschland geschlossen sind, ist das jetzt nicht mehr nötig. „Durch den stark wachsenden Online-Handel in den letzten Wochen hatten wir aber die Möglichkeit, alle Mitarbeiter weiterhin gut beschäftigen zu können”, erklärt Lagerleiter Mustafa. „Wir haben die Mitarbeiter intern von der Filialbelieferung hin zum Onlinehandel verschoben.” 

Die Pandemie führt dazu, dass viele Menschen ihre Produkte fast nur noch online bestellen. Das spürt auch DECATHLON, denn die Anzahl der Online-Bestellungen ist deutlich in die Höhe gestiegen. Gerade Fitnessprodukte, aber auch Fahrräder, Inliner und Tischtennisplatten sind derzeit hoch gefragt. „Durch das große Bestellvolumen kann es gelegentlich zu Verzögerungen kommen, wobei das nur einen sehr kleinen Teil der Bestellungen betrifft”, sagt Mustafa. Der Großteil der Kunden kann sich also zeitnah auf sein gewünschtes Sportprodukt freuen.

Als Dominik heute nach seiner Schicht in sein Auto steigt, ist er ganz schön geschafft – die Arbeit und all die Maßnahmen, die es dabei momentan einzuhalten gilt, erschweren den Alltag in der Logistik. Auch in Zukunft rechnet der Logistiker mit weiteren Veränderungen, die auf ihn und seine KollegInnen zukommen werden. Das ist aber völlig in Ordnung, wenn das Arbeiten dadurch noch sicherer gestaltet werden kann – und wenn das Arbeiten überhaupt noch möglich ist. Und eins steht bei DECATHLON sowieso fest: Die MitarbeiterInnen halten zusammen und stehen diese schwere Zeit gemeinsam durch.

Im Überblick: Unsere Maßnahmen für ein sicheres Arbeiten in der Logistik

  • Einhaltung des Mindestabstand unter den MitarbeiterInnen von mindestens 1,5 Metern in allen Bereichen
  • Jeder/Jede Mitarbeiter/Mitarbeiterin, der/die Anzeichen von Krankheit aufweist, wird nach Hause geschickt bzw. bleibt zu Hause
  • Teamaufteilung in kleine Teams: in Schwetzingen arbeiten maximal fünf bis sechs MitarbeiterInnen zusammen und die Teamanzahl wurde dort von zehn auf 39 Teams erhöht
  • Anzahl der MitarbeiterInnen, die gemeinsam in die Pause dürfen, wurde begrenzt; zusätzlich: Vergrößerung der Sitzabstände
  • Verschärfung der Hygieneregeln:
    • Jeder/Jede Mitarbeiter/Mitarbeiterin ist dazu angehalten, sich mehrfach am Tag die Hände zu waschen und zu desinfizieren.
    • An verschiedenen Eingängen wurden Desinfektionsspender aufgestellt, um den Schutz der MitarbeiterInnen zu gewährleisten.
    • Reinigung und Desinfizierung findet deutlich häufiger statt – während der Arbeitszeiten gibt es gesonderte Reinigungen, insbesondere von Türklinken, Scannern und Gegenständen, die bei der Arbeit häufig angefasst werden.
  • Empfehlung an MitarbeiterInnen, Handschuhe zu tragen
  • Geöffnete Türen, sodass die MitarbeiterInnen möglichst keinen Kontakt mit Türklinken haben müssen.  

Wir bedanken uns bei den 600 Logistikmitarbeitern in Schwetzingen und den 300 MitarbeiterInnen in Dortmund für ihren tollen Einsatz – gemeinsam sind wir stark!

Und falls ihr noch Fragen zur aktuellen Situation habt, dann klickt hier.

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